Was ist ein Barcamp?

 

Ein Barcamp ist eine Art Konferenz, ähnlich dem Open Space, welches allerdings keine fix festgelegten Vortragende und keine thematisch festgelegten Workshops anbietet. Zum ersten Mal fand 2005 in San Francisco ein Barcamp statt und im deutschen Sprachraum zum ersten Mal im September 2006 in Wien stattfand.

Barcamps sind aus dem Bedürfnis heraus entstanden, dass sich Menschen in einer offenen Umgebung austauschen und voneinander lernen können. Es ist eine intensive Veranstaltung mit Diskussionen, Präsentationen und Interaktion der Teilnehmer untereinander. Jeder, der etwas beizutragen hat oder etwas lernen will, ist willkommen und herzlich eingeladen mitzumachen. Für den Fall, dass du mitmachst, stell dich darauf ein, dich mit anderen Barcampern auszutauschen. Wenn du gehst, sei bereit, deine Erfahrungen mit dem Rest der Welt zu teilen.

Barcampregeln

  1. Alle sprechen über das Barcamp
    Das Barcamp lebt von Kommunikation. Also sollte auch jeder im Vorfeld die Information zur Veranstaltung teilen und im Nachhinein darüber berichten, bloggen, twittern …
  2. Keine Zuschauer, nur Teilnehmende
    Zurücklehnen und Zuhören gibt es nicht! Es geht um Diskussion und Austausch. Die Sessions sind so spannend, wie die Teilnehmenden sie gestalten. Das Format lebt von der Aktivität und dem Interesse der TeilnehmerInnen. Es wird deshalb von allen TeilnehmerInnen erwartet, dass sie sich aktiv einbringen und nicht passiv konsumieren. Einbringen kann man sich durch das Anbieten eines eigenen Beitrags, durch die Mithilfe bei der Organisation oder bei der Veranstaltung. Die Mindestform des Einbringens ist die aktive Mitarbeit/Mitdiskussion bei den angebotenen Sessions bzw. das Teilen seines eigenen Wissens und seiner Erfahrungen mit anderen TeilnehmerInnen.
  3. Geplant ungeplant
    Es gibt keine feste Tagesordnung (vom Rahmenprogramm abgesehen). Der Konferenzplan entsteht erst durch die Teilnehmenden. Der Ablaufplan für sämtliche Sessions wird erst am Tag selbst erstellt. Die TeilnehmerInnen bestimmen die Inhalte, indem sie selbst Inhalte einbringen, Diskussionen moderieren oder Fragestellungen aufwerfen. Welche Inhalte zum Zug kommen, wird bei der Veranstaltung selbst festgelegt. Die anwesenden TeilnehmerInnen wählen aus, in welcher Session sie teilnehmen wollen.
  4. Gleichberechtigung
    Vortragende/SessionleiterInnen und TeilnehmerInnen begegnen sich auf gleicher Augenhöhe. Jeder kann die Themen mitbestimmen und sich in den Diskussionen einbringen. Alle treten gleichberechtigt mit allen anderen auf.
  5. Flexibilität
    Wer während einer Session feststellt, dass diese nicht das Thema bereithält, was einen interessiert, kann man den Raum jederzeit verlassen und zu einer anderen Session wechseln. Es laufen immer mehrere Sessions parallel. Niemand wird dir böse sein, wenn du den Raum wechselst.
  6. Keine Scheu
    Auch unreife Ideen, Konzepte und Gedankenanstöße können eine Session wert sein. Nutzt die Vernetzung auf dem Barcamp und nutzt die Diskussionsrunden.
  7. Mitmachen
    Jeder trägt zum Erfolg des ebcamps bei. Bringt euch ein und seid mittendrin, nicht nur dabei!

Erklärung auf Wikipedia.